s/t/u/d/i/o m/a/c/h/i/c/o/u/l/i
Lorenz Ro
Texte & Publikationen – zu Dingen, gegen das Verblassen
© Autoren/studio machicouli
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32 Seiten A5 mit U.
Gulag für Maturanden • Leserbrief NZZ 25.02.2020
»Renate Lachmann stellt in ihrem Überblick über die Rezeption des Gulags im Westen («Der Gulag lässt sich nicht vertuschen», NZZ 10. 2. 20) zu Recht fest, dass sich die westliche Linke sehr lange weigerte, an die Existenz des sowjetischen Lagersystems zu glauben. Betrachtet man die heutigen Lehrmittel für Geschichte, so muss man feststellen: Sie weigert sich immer noch. Als Beispiel sei «Geschichte der Neuzeit, Lehrmittel für Maturanden» aus dem Zürcher Lehrmittelverlag erwähnt, das immerhin 242 Seiten umfasst. Über die russische Revolution erfahren die Schülerinnen und Schüler: «Mit dem Sieg der Roten Armee gegen das Ende des Jahres 1920 begann sich die damals noch starke Aufbruchstimmung langsam in ihr Gegenteil zu verkehren.» Danach herrscht Schweigen über die Sowjetunion, Stalins Terror, die Vernichtung der Kulaken, die Säuberungen und Zwangslager kommen in diesem Buch nicht vor.
Es gibt zwar ein Kapitel «Der totalitäre Staat und seine Gesellschaft», doch darin ist ausschliesslich von Hitler die Rede. Auch der Zweite Weltkrieg findet in diesem Buch nicht statt; man beschränkt sich auf vier Seiten über den Holocaust. Vergeblich sucht man auch Informationen über die Entwicklung in Mittel- und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg: nichts über die Sowjetisierung der osteuropäischen Staaten, die Teilung Deutschlands, den Aufstand in Ungarn oder den sowjetischen Einmarsch in die Tschechoslowakei. Dafür sind 25 Seiten der «68er-Bewegung in Zürich» gewidmet – selbstverständlich mit eindeutiger politischer Tendenz. Man kann auch mit Verschweigen manipulieren. « H… M…, Zürich
Dieser Leserbrief regte die folgenden Überlegungen an. (Er lag meiner Anfrage an den Lehrmittelverlag Zürich vom 29.02.2020 als Ausdruck bei.) Der genaue Vergleich dieser Feststellungen mit dem Inhaltsverzeichnis der „Geschichte der Neuzeit“ (Listen im Internet LMVZ) bestätigt den Brief-schreiber. Dieses Geschichtsbuch ist unvollständig, lückenhaft, ideologisch – erarbeitet und herausgegeben mit öffentlichem Geld und verbreitet von einem staatlichen Verlag.
Die Literatur-Empfehlungen sind thematisch noch einseitiger und bestätigen die Tendenz.
Grundsätzlich, nach neuer begrifflicher Korrektheit, kann ein sogenannt anständiger Mensch politisch nur ‚links’ sein – so die Erwartung, die man immer wieder wahrnehmen kann. Alles andere, Unabhängigkeit und Differenzierung, auch im Denken, sind verdächtig. Denn eine neue Kalibrierung wird etabliert: Wer nicht ausgesprochen und dezidiert links ist, muss bürgerlich sein, wer bürgerlich ist, ist somit rechts, und rechts ist sehr reaktionär, inakzektabel… Aus einem Gespräch mit einer SP-Stadträtin über das Umfeld, das sich (nach Aussage) in der SP während der vergangenen Jahre stark ideologisiert habe:
«Wie viel», so fragt sie sich etwa, «braucht es eigentlich, um in der Linken als ‹rechts› zu gelten?» Ihre Antwort: «Sehr wenig – es reicht, nicht jeden Bürgerlichen als Menschenfeind zu betrachten, Gewalt von Linksextremisten zu kritisieren oder Antisemitismus selbst dann zu verurteilen, wenn er in den eigenen Reihen gedeiht, sich unter dem Deckmantel aggressiver «Israelkritik» verbirgt oder von religiösen Minderheiten ausgeht.»
Ein grosses Problem scheint für die Sozialdemokraten der Antisemitismus zu sein. Nur von den Nazis ermordete Juden scheinen bedauernswerte Juden gewesen zu sein, sich wehrende Juden sind es nicht. Eine frühere SP-Bundesrätin hegte offene Sympathien für Arafat, pilgerte zum Grab, obwohl zu dessen Integrität offene Fragen blieben (Verbleib Hilfsgelder, Friedenswille), unterstützte insgeheim über ihr Departement die Palästinenser trotz grosser Zweifel an deren loyalem Verhalten. Vergessen scheinen die Angriffskriege arabischer Staaten zu sein, um Israel „ins Meer“ zu werfen, die dauernden Beteuerungen der arabischen Staaten, Israel müsse zerstört werden. Ein Friede, ein Versuch ernsthafter Zusammenarbeit, würde die Macht vieler palästinensischer Politiker beenden. (Der Staat Israel wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von der UNO geschaffen. Würden sich europäische Staaten nach den auferlegten Grenzziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg ähnlich verhalten wie die Palästinenser, herrschte in Europa ein ewiger Krieg.)
(Seite 17)
4 Seiten A5 mit U.
»Es war einmal ein kleines Dorf. Dort lebten seit langer Zeit einige Bauern. Und wie das zu sein pflegt, ging es einigen von ihnen leidlich, einigen schlecht, und anderen oder mindestens einem besser oder gut.
Die Gründe dafür konnte man nur erahnen. Die Eltern des einen waren vielleicht krank, andere beklagten die fehlende Klugheit ihrer Eltern, die zu wenig für sie gesorgt hätten, wo anders gab es sehr viele Kinder und so weiter. Vielleicht hatte der eine oder andere besonders weitsichtige Vorfahren, oder sparsame, oder auch besonders geschickte im Wirken in ihrem Umfeld. Jedenfalls war es so, wie wenn man nach einer gewissen Zeit die Verhältnisse einer Schar Menschen vergleicht, die vorher alle zur selben Zeit dieselbe Summe Geld geschenkt bekamen. Der eine hatte vom Geld noch etwas übrig, der andere hatte nichts mehr oder gar Schulden.
Es war also einmal ein kleines Dorf mit wenigen Bauern. Einer der Bauern war dafür bekannt, immer ein besonders grosses, fettes Schwein zu mästen und grosszuziehen – ohne dass man gewusst hätte, warum das so gewesen sein mag. Vielleicht hat er … «
4 Seiten A5 mit U.
» … Einer hatte einen Frischling erlegt, aber es mangelte ihm an einem Lendenfell – während irgendeiner Felle hütete, die er nicht brauchte, jedoch kein Fleisch vom Wildschwein hatte, nach dem ihn gelüstete. Also kamen sie überein, Fell gegen Fleisch zu tauschen.
Einen Preis dafür gab es nicht. Das Tauschverhältnis pendelte sich ein zwischen Bedürfnis und Überfluss, zwischen Angebot und Nachfrage, wie man das heute benennt. Es war für beide Tauschpartner ein Abwägen: Was ist mir eine Lendenschürze wert? Auf wieviel Wildschweinfleisch verzichte ich, um meiner Angehimmelten besser zu gefallen? Das war kein Vorgang reiner Gleichheit, war kein Beispiel der absoluten Gerechtigkeit. Hier war ein Mangel, dort ein Überfluss. Zwangsläufig zog einer einen grösseren Nutzen aus dem Tausch als der andere, machte also – neusprachlich korrekt formuliert und: Pfui ! – einen Profit. … «
Schande von Basel
Vor und nach dem Jahreswechsel 2023/2024
»Schande von Basel« –
Regierung erntet Kritik für zögerliche Israel-Stellungnahme –
so lautete der Titel eines Artikels von Oliver Sterchi in der Basler
Zeitung vom 10.10.2023 zum Massenmord der HAMAS an israelischen Zivilisten am 7. Oktober 2023 und über das absolute Stillschweigen des Vorstehers des Präsidialdepartements. Mehr als 1200 Zivilisten wurden damals ermordet, 239 als Geiseln entführt.
Zur heimtückischen Totschlags-Orgie blieb der Regierungs-Präsident stumm, obschon er nie als wortkarg aufgefallen wäre.
Was sagte er damit klar und deutlich den in Basel lebenden Juden, was der Bevölkerung der Stadt ?
Monate vorher wollte die städtische Literaturkommission den Autor eines Romans mit dem Kulturpreis des Kantons auszeichnen. Das Department des Präsidenten verhinderte dies, weil im Text das Unwort »Zigeuner« vorkam. Für den Präsidenten war dies kein Zensur-Eingriff. Trotzdem bestritt, verteidigte und beschönigte er ihn zugleich mit viel Pathos und Gerede.
Tage nach dem Massenmord in Israel sprang Frau Tanja Soland (SP, Vorsteherin Finanzen), über die Parteidoktrin, sprach an Stelle des stummen obersten Stadtrepräsentanten und Parteikollegen für die Stadt Basel. Sie fand Worte, wie es in Europa und der Welt viele Tage vorher unabhängige demokratische Regierungs-Persönlichkeiten spontan getan hatten – als Selbstverständlichkeit. Was bleibt:
Die Zensur eines Buches mit dem Wort »Zigeuner« – als Hohn auf eine kompetente Empfehlung, viel Gerede – aber absolute Indifferenz einem Massen-Meuchelmord (der uns auch betrifft), dem Tod von Menschen und dem Leid der Angehörigen gegenüber, die nach Parteidoktrin aussortiert werden: Man darf es nie vergessen !
Willkommen sei der Islam
»Liebe Musliminnen und Muslime,
der Islam als Religion
und Sie als Menschen
gehören zur Schweiz.
Ramadan Mubarak«.
Das schrieb ein Bundesrat, Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements (»Justizminister«),
Mitglied der SP., Sozialdemokratische Partei Schweiz,
zum Ende des Fastenmonats Ramadan auf ´X´.
Dies veranlasste im Verlauf des Zürcher Wahlkampfes einen Kandidaten der politischen »Mitte-Partei«, dessen Familie aus dem Balkan stammt, zu einer Reaktion:
»Der Islam gehört nicht zur Schweiz, da die Schweiz ein säkularer
Staat ist – auch wenn nicht konsequent umgesetzt –, die Musliminnen
und Muslime hingegen als Bürgerinnen und Bürger
unseres Landes schon.«
Anonyme Mord-Drohungen, die ihn erreichten, vergifteten den Wahlkampf. Von linker Seite wurde er heftig dafür kritisiert, als Secondo für die »Bürgerlichen« zu kandidieren und nicht für
»die Linken«, wie es Milieu-Erwartungen entsprochen hätte !
(Frühjahr 2026)
20 Seiten A5 mit U.
Mehr oder weniger zufällige Themen zur Stadt, die sich zur Hauptsache um die Jahreswende 2019/2020 angesammelt hatten, doch Jahre später gleich aktuell sind. Unsystematische Themenfolge
01. Regierungsrat gegen Pressefreiheit
02. „Juso“-Topverdiener-Steuer
03. Leserbrief / Auswirkungen
04. Gender-Unterricht in der Primarschule
05. Einheitliche Tramhäuschen für 28 Mio
06. Vernichtendes Urteil zur BVB-Dauerkrise
07. RR Wessels schützt BVB / SP schützt
RR Wessels
08. BVB-Mitglied im Fokus der Strafverfolgung
09. Mehr Papi-Zeit für Staatspersonal
10. 38 Wochen Elternzeit:
mehr Steuereinnahmen
11. Pensionskasse Basler Staatspersonal
12. Ruhegehälter Basel-Stadt
13. Basler Regierung gegen Rentenanpassung
14. 40 statt 42 Stunden beim Staat /
Länger frühstücken
15. Präsidialdepartement
16. Präsidialdepartement Stellen
17. «Ältere Leute vermeiden es,
Haus zu verlassen»
18. Velos auf Trottoirs und Parkwegen
19. Velofahrer: Fahrverbote / Fussgänger-Unfälle
20. Velowege für xx Millionen
21. Missionarisches Parkplatzvernichten
22. Verwaltung Basel Staat / „Fett und verwöhnt“
23. Gewerkschaften in Spitälern und
Gesetzesverstösse
24. Basler Spitalfusion
25. Asyl-Entscheid gegen Bundesrecht
und eine Rüge
26. «Basel bleibt der kriminellste Kanton
der Schweiz»
27. Baudepartement /
Bauwahnsinn Bio-Zentrum Uni
28. Baudepartement / Warum immer unter SP?
29. Regierungsrätinwahl 20.09.2019
30. Staatskanzlei vermutet Manipulationen
31. Wahlen 2019 / Gemüseanbau Stadt /
Bio auf Markt
32. Parlament 2019
33. Die Ernte der grosszügigen Toleranz
34. Stadtleben
35. Lautsprecher in der Stadt
36. Boulevard Güterstrasse / Rütymeierplatz
37. Ist Basel noch demokratisch regierbar ?
Seite 37
» … Mit ihrem Machtstreben will die SP nicht das Wohlergehen der Schweiz in ihrer Vielfalt fördern, sondern die Installation einer veralteten, despo-tischen marxistischen Einheits-Klassengesellschaft durchsetzen. Die Umsetzung verheisst keine Gerechtigkeit, sondern eine neue kollektivierte Gleichheit für alle, ausser für Funktionäre. Das wäre der denkbar schädlichste Versuch für Verbesser-ungen in der Gegenwart, mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung. Nie werden alle Menschen in einer absolut idealen Gesellschaft leben können. Es ist nicht die Aufgabe des Staates und ihrer Funktionäre, dafür Normen zu erlassen.
Die Motive sind im Gesamten nicht klar erkenn-bar, sie sind strategisch und taktisch verschachtelt. Soll es echtes soziales Denken sein ? Ist es Hass und Neid gegenüber jenen, die vom Schicksal begünstigt wurden ? Soll es Strafe für erlittenes und/oder empfundenes individuelles Unrecht sein, das kompensiert gehört ? Sind es Machtgelüste ?
Die von »Linken« systematisch marginalisierte Geschichte hält einige Erkenntnisse bereit: Niemals erreichten so viele Menschen weltweit bessere Bedingungen für ihr Leben, ein höheres Einkommen, mehr Mitsprache und Freiheit, noch nie stiegen Sozialbudgets, Bildungsniveau, medizinische Leistungen, Lebensumstände und -erwartung während der letzten Jahrzehnte so stark wie in den Gesellschaften mit freien Märkten und damit verknüpften Demokratien.
In derselben Zeitspanne kippten alle sozialistischen Zwangssysteme der gerechten Gleichheit und der damit verkoppelten Planwirtschaft in Despotien oder Diktaturen. Für die Menschen führte es in individuelles und wirtschaftliches Elend.
Alle Diskrepanzen lassen sich erklären – aus der Logik:
Macht macht Macht
Macht macht Recht
Macht macht Geld …«
36 Seiten A5 o. U.
4 Seiten A5 mit U.
Tektonische Verschiebungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begannen 2016 Deutschland zu belasten und zu lähmen. Doch die immerwährende Kanzlerin Angela (Engel) M. hielt in ihren Meinungen jeder Anfechtung stand. Sie fühlte sich unerschütterlich als »alternativlos« – eine ihrer beliebten Norm-Floskeln. Das war sehr tragisch auch für den Kanzler Helmut Kohl, der mit der Wiedervereinigung Unfassbares zustande brachte und danach die falsche Frau förderte.
Aus Inhalt:
» … Frau Merkel schürt in Deutschland den Bürgerzorn, schliesst in der Flüchtlingskrise die eher Nachdenklichen aus: „Dann ist das nicht mehr mein Land“. Damit kündigt sie einem grossen Teil der Bevölkerung des Landes, das sie regiert, schliesst sie aus – oder sie sagt damit, über dem Land und den Menschen zu stehen. Das ist die Tonart der alten, kommunistischen DDR (wo Frau Merkel aufwuchs und bis zur letzten Stunde des Regimes Jugendkommissärin für Propaganda und Agitation war). Wer dort nicht mitklatschte war ein Staatsfeind. Braucht jetzt Frau Merkel ein neues Land für ihre Regierung – oder müssen 64%, die sie nicht wählen würden, weggehen ? …«
4 Seiten A5 mit U.
36 Seiten A5 mit U.
»Brille geputzt !«: Kritische Blicke ins Land – hier mit dem Nachtrag zur Pensionskasse der SBB (Daten: 22.02.2018 Basler Zeitung, homepage SBB, Wikipedia/SBB.)
1999: Umwandlung von Pensions- und Hilfskasse SBB in eine unabhängige Stiftung, finanziell mit 12 Milliarden Franken vom Bund saniert (auf Staatskosten, resp. zu Lasten der Steuerzahler ohne ähnliche Privilegien).
2008: Nochmalige „Ausfinanzierung“ mit 3 Milliarden vom Bund.
2011 Nochmalige „Ausfinanzierung“ mit 1.15 Milliarden vom Bund, zugleich Vereinbarung abgeschlossen:
«Die SBB und die Pensionskasse der SBB verzichten auf allfällige Nachforderungen gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemaligen Pensions- und Hilfskasse der SBB. Die Pensionskasse der SBB verzichtet auf solche Forderungen auch gegenüber den SBB.»
2016:
7.7 Milliarden Franken Schulden SBB,
107.1 % Deckungsgrad Pensionskasse SBB.
Arbeitnehmerbeiträge 2016: 202 Millionen Franken (= 100 %)
Arbeitgeberbeiträge 216: 321 Millionen Franken (= 150 %)
690 Millionen-Zahlung SBB an die unabhängige Pensionskasse SBB
690 Millionen Franken des Ertrages wurden 2016 der solide finanzierten Pensionskasse des Personals überwiesen – statt die Summe für tiefere Billetpreise, die Verminderung der Subventionen oder für die Reduzierung der Schulden aufzuwenden. Die SBB zeigen sich über den Bericht der BaZ empört. Diese Vergütung sei nach den Bestimmungen möglich und keinesfalls missbräuchlich.
Im Jahre 2000 bot die SBB 28’272 Vollzeitstellen an, 2016 waren es 33’200.
Insgesamt wurden zwischen 1999 und 2016 aus öffentlichen Mitteln 16.84 Milliarden Franken an die Pensionskasse SBB übertragen – darin sind die jährlichen ordentlichen Pensionskassenbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht enthalten. Diese erreichten 2016 524 Millionen Franken.
Die 16.84 Milliarden Franken, geteilt durch die Zahl der Vollzeitstellen Ende 2016, entsprechen einer Summe von Fr. 507’000.— je Vollzeitstelle.
Diese Zahlen sind etwas unverständlich. Gab es vor 1999 keinerlei Altersvorsorge bei den SBB ?
Die moralischen Grenzen ihres Tuns scheinen für Staatsangestellte und ihre Kader nicht mehr wahrnehmbar zu sein. Staatliche Interessengruppen können auch zweifelhafte Beschlüsse zu rechtmässigen Gesetzen machen; die Mehrheit wird dazu schweigen (müssen), wie eh und je.
Korruption lt. Wikipedia: Verdorbenheit, Bestechlichkeit
Korruption bezeichnet ...Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Im juristischen Sinn … Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik … um für sich oder Dritte einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtmäßiger Anspruch besteht.
Der Politikwissenschaftler Harold Dwight Lasswell definierte Korruption als destruktiven Akt der Verletzung des allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils.
Ergänzung, Artikel NZZ vom 26.04.2018
4 Seiten A5, 3019/2925
» … Mägde und Knechte tauschten und tauschen sich immer gerne mit anderen Mägden und Knechten aus. So wie sich die Arten der Knechtschaften geändert haben, so auch die Form des Austausches. Nun ist es nicht mehr der Dorfbrunnen oder der lokale Laden, der Kontakte ermöglicht. Heute sind es die Sozialen Medien, die jedem Knecht und jeder Magd den Kontakt mit anderen Mägden und Knechten im ganzen Land und noch weiter darüber hinaus öffnen, damit sie Gleichgesinnte finden, unter sich Meinungen, Zustimmung oder Ablehnung austauschen und Bestätigung finden können. Alle halten ein kleines Plättchen vor sich hin, klopfen mit ihren Fingern darauf herum, in der Strassenbahn, in der Eisenbahn, beim Warten, im Café, beim Essen, auf dem Clo, beim Gehen, im Bett, und sie schreiben der Mia, die Uva habe ihr gesagt, von der Pia habe sie gehört, die Susa sei nicht mehr mit dem Tim zusammen, weil er von der Zava ausgespannt worden sei, und vom To wüssten sie, der Xim habe es erzählt, der Mip habe die Tsu verlassen, vom Ric habe er es erfahren, der sei nun mit der Qua zusammen, die den Wom abgehängt habe, der jetzt vielleicht mit der Usch gehe und die ....
Das nährt der Mägde und Knechte Gefühl, ein reiches Leben zu führen. Die Aktualität, an der sie teilhaben, die damit verbundene Selbstbestimmtheit macht sie stolz, selbstsicher, und es festigt ihr Selbstwertgefühl. Sie sehen sich als sozial breit eingebundene und aufgeschlossene, moderne Zeitgenossen, die vom vibrierenden Puls des Lebens durchströmt und erfüllt sind. Sie sind, so fühlen sie es, zur Person und damit endlich so wichtig geworden, wie sie es für sich als angemessen erwarten. Ihr Leben spielt sich nun innerhalb ganz anderer Verbindungen ab; sie gehören dazu, ihre Meinung ist gefragt, ist bedeutsam, und wenn sie bei vielen Zustimmung findet, dann sind auch sie selbst wichtig geworden.
Wie anders ist nun die Welt und wie strahlender sogar der
Sonnenschein ! «
148 Seiten 21•21 o. U.
© 2024 Lorenz Ros
4 Seiten A5 mit U.
Erstens:
Unbelastet, unbekümmert, unerfahren, ahnungslos – jede und jeder darf und kann in die Politik, darf und kann bis ins allerhöchste Amt aufsteigen. Wissen braucht es nicht. Wer viel weiss, neigt ohnehin dazu, zu viel und zu lange nachzudenken. Ausserdem weiss, wer in die Politik strebt, was ihrihm gut gefällt und ihrihm nützlich ist und zum Vorteil gereicht, und das will sieer dann auch. Diese Qualitäten sind wichtig: Unbeirrbar, standfest, unerschütterlich, kompromisslos und begabt zum fliessenden Reden in absolutistischen Wahrheiten. Je nach Färbung hilft die Gruppenzentrale, formuliert Aussagen, Argumente, Forderungen und Ausflüchte, bestimmt, was zu tun ist.
Zweitens:
Kinder zeugen und Kinder gebären, das gehört ebenfalls in die Liste der letzten grossen Freiheiten. Beschränkte eigene Ressourcen sind kein Grund, um auf eine grosse Kinderschar zu verzichten. Viele staatliche Hilfen gibt’s, und viele Helfer-Personen, Fach-Personen, Gutrat-Personen für fast alle bisher bekannten Facetten des Lebens, die vom Wunsch besessen sind, Kinder auf dem besten Weg ins Leben zu bringen, Müttern und Vätern, echten und anderen, beim Kinderhaben beizustehen.
Drittens:
Es ist nicht verboten, an das zu glauben, was wir wollen, was uns Freude macht oder Anerkennung verschafft. Auch das, was Unwissende als Dummheit bezeichnen, hat gesellschaftlichen Wert und zeugt von des Lebens Vielfalt. Noch können wir in Freiheit toll finden, wen wir selbst toll finden wollen oder wen unser bevorzugter Heimatzirkel für toll erklärt.
Viertens:
Es ist erlaubt, andere mit kümmerlichem Gedankensinn zu überschütten. Schwätzen, auch Vielschwätzen, ist nicht rationiert. Das hohe Gut der freien Meinungsäusserung ist ein elementares, unantastbares Grundrecht.
Fünftens:
Eine Frau muss keine Frau bleiben, auch kein Mann sein, und kein Mann muss als Mann leben und eine Frau werden – die biologischen Irrtümer sind überwunden !
Hinweise:
Ein harmonisch- geschlossenes Schriftbild ist für einen flüssigen und ungestörten Lesefluss wichtig. Somit kommen keine zerstückelten Worte und keine sinn-fremden, störenden Zeichen vor. Es gelten die Kriterien der Sprache.
Begriffe wurden in der grammatikalischen Grundform geschrieben, die sowohl die weibliche als auch die männliche Form einschliesst.
Mühsam, allein mit Menschlicher Dummheit (MD) geschrieben, ohne Hilfe »Künstlicher Intelligenz« (KI).
Die Texte sind zufällig aus dem Archiv gewählt, ohne langes Abwägen. Sie sind nicht chronologisch geordnet.